Laut einem Artikel aus der Neuen Westfälischen vom 21.11.07 sind die Mittel für die sogenannte psychosoziale Betreuung von Abschiebhäftlingen in der JVA Büren um 25% gekürzt worden. Die Betreuung wird zur Zeit von der Firma European Home Care (EHC) durchgeführt und beinhaltet im Westentlichen Sport- und Beschäftigungsprogramme. Laut Anstaltsleiter Strohmeyer sind die Angebote geeignet, Ruhe und Ordnung in der JVA aufrecht zu erhalten, weil die Häftlinge beim Sport ihre „Aggressionen abbauen“ könnten. Der Redakteur Holger Kosbab schrieb dazu, die Aggressionen würden sich selbstverständlich aufbauen an einem Ort, an dem „jeden Tag Sonntag“ sei und „Schlafen Hauptbeschäftigung“.
Tatsache ist, dass eingesperrt sein, ohne zu wissen, warum, wie lange und was danach passiert, nicht die übliche Vorstellung von „Sonntag“ ist. Verzweiflung, Wut und Trauer gehören sicher ebensowenig dazu, sind aber Alltag hinter Gittern. Zum Glück äußern sich Wut und Aggressionen ab und an in Widerstand, wie zuletzt Anfang September, als 60 Häftlinge in einem dreitägigen Hungerstreik gegen ihre Inhaftierung und für die Schließung des Knastes protestierten. Mehr dazu: www.bueren-demo.de







